
Die CORINIUM-Geschichte
Der CORINIUM Standlautsprecher von Acoustic Energy ist die neueste Ergänzung des preisgekrönten Portfolios. Als Ergebnis eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses vereint dieses Modell modernste Lautsprechertechnologie mit dem Anspruch an höchste Klangqualität, präzises Design und außergewöhnliche Performance.
Ein Blick hinter die Entwicklung
Im Gespräch mit Geschäftsführer und Chefdesigner Mat Spandl wird deutlich, welche Philosophie und Erfahrung hinter dem CORINIUM stehen – von der ersten Idee bis zur finalen Abstimmung.
Die Herkunft der Acoustic Energy Lautsprecher
Im folgenden Interview gibt Chefdesigner Einblick in die Entwicklung des CORINIUM – von der ersten Idee bis zur finalen Klangabstimmung.
Was ist die Hintergrundgeschichte von Acoustic Energy Lautsprechern?
„Das Unternehmen wurde 1987 in London, England, mit der Entwicklung des mittlerweile legendären AE1-Lautsprechers gegründet. Der AE1 hat die Möglichkeiten eines kompakten Gehäuses neu definiert, indem er neue Audioleistungsstandards für Dynamik, Belastbarkeit und Klarheit gesetzt hat, die bei größeren High-End-Lautsprechern bisher unbekannt waren. Diese Designprinzipien sind bis heute im Firmenethos verankert …
Mein Team und ich sind im britischen Besitz von Musikliebhabern und kombinieren weit über 150 Jahre Erfahrung und Wissen in der Audiobranche mit einer Leidenschaft für Kreativität, Leistung, Verarbeitungsqualität und Kundentreue als zentrale Markenwerte.
Alle unsere Lautsprecher unterliegen einem strengen Designprozess und tragen die gleiche DNA, die sich seit über 35 Jahren durch jede Produktreihe zieht. Neue Designs werden durch einen umfassenden Zuhörprozess zum Ausdruck gebracht, wobei elektroakustische Messungen zur Überprüfung jedes Schritts eingesetzt werden. Anschließend werden sie mit unseren historischen Referenzen verglichen, die die Dynamik, Transparenz, Klanggenauigkeit und vor allem das musikalische Engagement widerspiegeln, die erforderlich sind, um die Marke Acoustic Energy zu rechtfertigen.
Von Anfang an hat das Unternehmen Hunderte von Preisen und Auszeichnungen von der Hi-Fi-Presse der Welt erhalten. Diese und viele andere Empfehlungen, die von Journalisten auf der ganzen Welt hochgelobt wurden, tragen dazu bei, unseren stolzen Stammbaumstatus als eine der angesehensten Marken in der heutigen Audiobranche zu festigen.“

Vom Einstieg zum High-End Lautsprecher
Was hat Acoustic Energy dazu bewegt, sich stärker im High-End-Bereich zu positionieren?
„Entstanden aus unserem Wunsch, neue Maßstäbe in Bezug auf Klang, Design und Werte zu setzen, ist das Corinium das Ergebnis eines dreijährigen Projekts unseres hauseigenen Designteams und mir. Der Auftrag war einfach: den dynamischsten, live klingenden und musikalisch fesselndsten Lautsprecher zu entwickeln, den wir je gebaut haben.“
Die Idee hinter dem perfekten Lautsprecher
Welche Art von Lautsprecher stand dabei im Fokus?
„Wir beschäftigen uns oft mit Fragen wie ‚Wie sollte der ideale Lautsprecher aussehen?‘ Handelt es sich um eine Punktschallquelle? Handelt es sich um ein lineares Array? Welcher Lautsprecher ist für die meisten Menschen meistens der richtige?
Verfeinern Sie nun die Frage und fragen Sie: ‚Was ist der Sinn der Kosten-Leistungs-Kurve, die echte High-End-Leistung bietet, genau an dem Punkt, an dem das Gesetz der sinkenden Rendite beginnt, die Kosten rapide zu erhöhen?‘
Fragen Sie nun: ‚Was ist der ideale Klang aus einem Lautsprecher?‘ … Würde ein solcher Lautsprecher natürlich klingen? Würde es musikalisch klingen? Und würde es unterhalten?“
„Wir können den LS3/5A in Betracht ziehen … Für den modernen Lautsprecherdesigner ist es ein Hinweis darauf, dass die Beziehung zwischen Messung und Klangqualität nicht so einfach ist.“
„Daher sollte unser idealer Lautsprecher natürlich klingen, angemessene Proportionen für Wohnräume haben und echte High-End-Klangqualität bieten – ohne in extreme Preisregionen vorzustoßen.“
Designphilosophie und Klangziel
Welche Faktoren haben die Entwicklung des CORINIUM beeinflusst?
„Wir sind Acoustic Energy, daher müssen unsere Lautsprecher musikalisch fesselnd sein, ein gutes Timing haben und ein Gefühl für Dynamik und Raumtiefe vermitteln.
Ein Kompaktlautsprecher kann musikalisch sehr überzeugend sein, ist aber dynamisch begrenzt. Ein Standlautsprecher bietet mehr Leistung, benötigt jedoch mehr Raum. Daher haben wir einen mittelgroßen Standlautsprecher entwickelt, der beide Welten vereint.“
„Das Ergebnis ist eine Kombination aus großer Dynamik, offener Mittenwiedergabe und exzellentem Rhythmus – eine Verschmelzung der besten Eigenschaften von Kompakt- und Standlautsprechern.“
Wie entsteht realistischer Klang?
Wie wurde dieses Klangziel technisch umgesetzt?
„Der Lautsprecher muss eine musikalische Darbietung liefern. Stellen Sie sich einen Sänger vor … Der Klang entsteht aus verschiedenen Quellen – insbesondere der direkte Mittel- und Hochton sowie der raumgekoppelte Bass.“
„Das HiFi-Äquivalent ist oft ein Standlautsprecher mit Subwoofer. Das Problem ist jedoch die Integration.“
„Wenn wir jedoch einen Lautsprecher als Gesamtsystem entwickeln – mit optimal platzierter Mittel-Hochton-Einheit und integriertem Bassbereich – können wir ein kohärentes, realistisches Klangbild erzeugen.“
„So kamen wir zum Corinium.“

Treiberentwicklung und Materialwahl
Was hat die Wahl der Treiber beim CORINIUM bestimmt?
„Beginnen wir mit den gleichen Kohlefaser-Treibern, die auch in der 500er-Serie verwendet werden und eine beeindruckende Mischung aus Masse, Steifigkeit und Dämpfung bieten. Wir wussten, dass sie noch weiter verbessert werden konnten, also wurde speziell ein neues Membrandesign mit einem Motorsystem mit geringer Hysterese entwickelt, um die beste Effizienz und größtmögliche Leistung zu bieten – die zweite Generation von Kohlefaser-Treibern war geboren.“
Hochtöner: Neues Material für mehr Präzision
Wie wurde der Hochtonbereich weiterentwickelt?
„Der Hochtöner ist ein völlig neues Design. Nachdem ich in der 500er-Serie Kohlefaser verwendet hatte, entschieden mein Team und ich, dass die bewegte Masse des Hochtöners reduziert werden sollte, um die schnellstmöglichen hohen Frequenzen zu bieten.“
„Also machten wir uns auf die Suche nach einem Material, das leichter als Kohlefaser ist … Dieses neue Hochtönerdesign verringert die Verfärbung, verbessert Transienten und gibt feinste Details präzise wieder.“
Materialforschung und Feinabstimmung
„Wir experimentierten mit verschiedenen Materialien, darunter Naturseide aus Japan … entwickelten eine neue Motorstruktur mit Neodym-Magneten, Kupferabschirmung und optimierter Rückkammer – alles mit dem Ziel, Verzerrungen zu reduzieren und die Geschwindigkeit zu erhöhen.“
„Wie bei allen AE-Hochtönern haben wir kein Ferrofluid verwendet, da es unerwünschte Dämpfung und zusätzliche Masse verursacht und langfristig die Leistung beeinträchtigen kann.“
Das finale Hochtönerkonzept
„Das Ergebnis unserer Forschung war ein synthetisches Polyestermaterial namens Tetoron, das im Vergleich zur Seide die gleiche bewegte Masse, aber mehr Steifigkeit bietet. Dadurch bleibt die Form stabil und sorgt für einen saubereren, offeneren Klang.“
„In Kombination mit einem flachen Waveguide erreichen wir eine breite Abstrahlung und eine natürliche Hochtonverteilung im Raum, ohne störende Reflexionen an den Gehäusekanten.“

Mitteltöner: Präzision im entscheidenden Frequenzbereich
Wurde für den Mitteltöner ein neues Material entwickelt oder bleibt es bei Carbon?
„Der Mitteltöner deckt fünf der acht verfügbaren Oktaven des hörbaren Klangs ab. Wenn der Lautsprecher eine möglichst kohärente Klangquelle liefern soll, muss ein möglichst großer Frequenzbereich über den Mitteltöner abgebildet werden.“
„Das bedeutet auch, dass genau der Bereich, in dem das menschliche Gehör besonders empfindlich auf Phasenverschiebungen reagiert, besonders sorgfältig behandelt werden muss.“
„Bei unserer 500er-Serie haben wir festgestellt, dass die Kohlefasermembran eine ideale Kombination aus Masse, Steifigkeit und Dämpfung bietet. Für den Corinium haben wir diese weiter optimiert – insbesondere im Hinblick auf das Aufbrechverhalten.“
„Ziel war es, Verfärbungen weiter zu reduzieren und gleichzeitig sanftere Frequenzweichen-Übergänge zu ermöglichen, die weniger Phasenverschiebung verursachen und so zu einem natürlicheren Klangbild beitragen.“ —
Basssystem: Kontrolle, Dynamik und Natürlichkeit
Wie wurde das Basssystem entwickelt, um Leistung und Kontrolle zu vereinen?
„Das Schlüsselelement eines Basssystems sind die Tieftöner. Für den Corinium haben wir eine neue 165-mm-Kohlefasermembran entwickelt, kombiniert mit einem Motorsystem mit geringer Hysterese für maximale Effizienz und Geschwindigkeit.“
„Das gesamte Basssystem wurde grundlegend überarbeitet. Wir haben uns intensiv mit der Wahrnehmung von Bass beschäftigt – insbesondere mit dem Verhältnis von Grundtönen, Obertönen und der Interaktion mit dem Raum.“
„Das Ergebnis ist ein bewusst anders abgestimmtes System: Der Großteil der Bassarbeit wird direkt von den Tieftönern übernommen, während der Port nur unterstützend wirkt.“
„So kombinieren wir die Geschwindigkeit und Präzision eines geschlossenen Systems mit der Effizienz und Belastbarkeit eines Bassreflex-Designs – für einen natürlichen, rhythmischen und gleichzeitig kraftvollen Bass.“ —
Frequenzweiche: Integration aller Komponenten
Welche Rolle spielt die Frequenzweiche im Gesamtkonzept?
„Der Crossover-Filter verbindet alle Elemente des Systems. Der Corinium ist ein 3-Wege-Lautsprecher mit separaten Übergängen zwischen Bass, Mittel- und Hochton.“
„Neben der reinen Signaltrennung sorgt die Frequenzweiche auch für die klangliche Feinabstimmung. Ziel ist nicht ein theoretisch perfekter Frequenzgang, sondern ein natürlicher, dynamischer und musikalisch überzeugender Klang.“
„Wir setzen überwiegend Filter zweiter Ordnung ein, die eine sehr gute Integration von Phase und Zeitverhalten ermöglichen. Besonders wichtig war uns eine geringe Phasenverschiebung und ein stabiles Verhalten auch außerhalb der Hörposition.“
„Auch die Auswahl der Bauteile hat großen Einfluss auf den Klang. Deshalb verwenden wir hochwertige Luftspulen, Folienkondensatoren und gezielt ausgewählte Widerstände, um ein möglichst offenes, neutrales und dynamisches Klangbild zu erreichen.“

Interne Verkabelung und Signalführung
Auch die interne Signalführung trägt entscheidend zur Gesamtperformance eines Lautsprechers bei – insbesondere im Zusammenspiel mit der Frequenzweiche und den Treibern.
Welche Rolle spielt die interne Verkabelung im CORINIUM?
„Wie bei allen unseren Produkten bieten wir ein einziges Paar Lautsprecheranschlüsse an. Wir glauben, dass es möglich ist, optimale Ergebnisse zu erzielen, wenn man ein einziges Paar hochwertiger Lautsprecherkabel anstelle von zwei Paaren minderwertiger Kabel verwendet … und wir vermeiden die Unzuverlässigkeit von Brückenverbindungen.“
Single-Wiring statt Bi-Wiring
Warum verzichtet Acoustic Energy beim CORINIUM auf Bi-Wiring-Anschlüsse?
„Wie bei allen unseren Produkten bieten wir ein einziges Paar Lautsprecheranschlüsse an. Wir glauben, dass es möglich ist, optimale Ergebnisse zu erzielen, wenn man ein einziges Paar hochwertiger Lautsprecherkabel anstelle von zwei Paaren minderwertiger Kabel verwendet … und wir vermeiden die Unzuverlässigkeit von Brückenverbindungen.“

Gehäusekonstruktion und akustisches Design
Was macht die Gehäusekonstruktion des CORINIUM besonders?
„Alle unsere Neuentwicklungen bei Treibern und Frequenzweichen sind in einem aufwendig konstruierten, geschwungenen Gehäuse untergebracht. Die sogenannte Hybrid-Resonance Suppression Composite (RSC)-Struktur erreicht Wandstärken von 22 bis 45 mm für maximale Stabilität und minimale Gehäuseresonanzen.“
„Die 4-Grad-Neigung verbessert die Zeitausrichtung der Treiber, während die 6 mm starke Aluminium-Frontschallwand eine besonders steife und resonanzarme Basis bildet.“
Warum ein geschwungenes Gehäuse?
Welche Vorteile bietet das gebogene Design?
„Das gebogene Gehäuse wurde entwickelt, um die Schallabstrahlung gleichmäßiger in den Raum zu integrieren. Es reduziert störende Reflexionen, die bei flachen Flächen entstehen können.“
„Die speziell entwickelte RSC-Struktur kombiniert Masse, Steifigkeit und Dämpfung, um Gehäuseabstrahlung deutlich zu reduzieren – im Vergleich zu klassischen Holzgehäusen.“
„Zusätzlich sorgen verstärkte Seitenwände und eine massive interne Struktur für maximale Kontrolle und Stabilität.“
Frontschallwand und Treiberintegration
Wie ist die Schallwand konstruiert?
„Die Front besteht aus zwei Materialien: einer massiven MDF-Basis und einer zusätzlichen 6 mm starken Aluminiumplatte. Diese Kombination schafft eine extrem stabile und resonanzarme Plattform.“
„Der Hochtöner ist direkt mit der Aluminiumschicht verbunden, um ihn optimal von möglichen Einflüssen durch Mittel- und Tieftöner zu entkoppeln.“
Aufstellung, Entkopplung und Zeitausrichtung
Wie wurde die mechanische Anbindung und Ausrichtung umgesetzt?
„Das Gehäuse steht auf einer stabilen Spike-Konstruktion, die Restenergie effektiv ableitet. Die 4-Grad-Neigung verbessert zusätzlich die zeitliche Abstimmung der Treiber.“
„So wird sichergestellt, dass alle Frequenzen möglichst gleichzeitig am Hörplatz ankommen und der Lautsprecher als kohärente Klangquelle wahrgenommen wird.“
Interne Kammern und akustische Kontrolle
Wie wird die interne Akustik gesteuert?
„Der Mitteltöner arbeitet in einer eigenen, belüfteten Kammer. Die Dämpfung wurde gezielt reduziert, um einen schnellen, offenen Klang zu ermöglichen.“
„Die Basskammer nutzt eine spezielle Abstimmung mit minimaler Dämpfung, um Resonanzen zu kontrollieren und gleichzeitig die Energie im Tieftonbereich vollständig zu erhalten.“

Verstärker und ideale Spielpartner
Welche Verstärker passen optimal zum CORINIUM?
„Die Corinium hat eine hohe Empfindlichkeit von 92 dB bei 2,83 V und eine durchschnittliche Last von 4 Ohm. Entscheidend ist weniger die Dauerleistung als vielmehr die Fähigkeit des Verstärkers, kurzfristig hohe Stromspitzen bereitzustellen.“
„Als Faustregel gilt: Verdoppelt ein Verstärker seine Leistung von 8 auf 4 Ohm, ist er in der Regel gut geeignet, um die Dynamik des Lautsprechers voll auszuschöpfen.“
„Für optimale Ergebnisse empfehlen wir Verstärker ab etwa 100 Watt an 8 Ohm. Bei moderaten Lautstärken kann jedoch auch eine geringere Leistung ausreichend sein.“ —
Das Ergebnis: Klang, Dynamik und Musikalität
Wie lässt sich das Endergebnis des CORINIUM zusammenfassen?
„Wir haben bewusst mit einem neuen Ansatz gearbeitet und jeden Aspekt der Musikwiedergabe neu betrachtet. Viele kleine Verbesserungen haben sich zu einem Lautsprecher summiert, der deutlich dynamischer, natürlicher und musikalisch überzeugender ist.“
„Dabei haben wir uns auf die entscheidenden Faktoren konzentriert – dort, wo Klangqualität wirklich entsteht.“
„Das Ergebnis ist ein Lautsprecher, der nicht nur technisch überzeugt, sondern langfristig begeistert und ein intensives, emotionales Hörerlebnis ermöglicht.“ —
Ein Lautsprecher für höchste Ansprüche
„Mit dem Corinium beginnt eine langfristige Audioreise – geprägt von britischer Ingenieurskunst, hoher Verarbeitungsqualität und einem Klangniveau, das weit über seine Preisklasse hinausgeht.“ —
Warum der Name CORINIUM?
Welche Bedeutung steckt hinter dem Namen?
„Cirencester, unsere langjährige Heimat in den Cotswolds, war im römischen Britannien als Corinium bekannt – eine der bedeutendsten Städte außerhalb Londons.“
„Mit diesem Namen würdigen wir unsere Herkunft und verbinden sie mit unserem bislang ambitioniertesten Lautsprecherprojekt.“
























